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Thanatologie im Bestattungswesen

Thanatologie- Die Erforschung des Todes

Thanatologie – Die Erforschung des Todes

Das Wort Thanatologie leitet sich von dem altgriechischen Wort für den Tod, thánatos ab. Thanatologie beschreibt die Wissenschaft des Todes. Der Begriff kann auch als Sterbeforschung bezeichnet werden und umfasst alle Auswirkungen des Sterbens auf die Psyche und Emotionen der Menschen. Ziel ist es, das Thema Tod gesellschaftlich zu enttabuisieren. Da der Tod ein fester Bestandteil des Lebens ist, werden die Menschen aufgefordert, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Durch die Thanatologie wurde eine Grundlage zur Diskussion und Forschung zum Thema Sterben entwickelt. Der Begriff wurde im 20. Jahrhundert durch den französischen Anthropologen Robert Herz geprägt. Er war der erste Forscher im Bereich der Sterbeforschung und hat den gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod maßgeblich weiterentwickelt. Dadurch konnten neue Therapieprogramme zur Bewältigung von Todesfällen entstehen.

Die praktische Thanatologie

Im Bestattungswesen spricht man von der praktischen Thanatologie. Der richtige Begriff ist in diesem Fall die Thanatopraxie. Es umfasst die praktische Vorbereitung eines Verstorbenen auf die Bestattung. Der Körper der verstorbenen Person wird hygienisch und ästhetisch bearbeitet und für die letzte Ruhe hergerichtet. Dieses Verfahren wird dann ausgeführt, wenn der Leichnam vor der Beisetzung noch mal in einem Sarg aufgebahrt wird. So können sich die Angehörigen in aller Ruhe am Sarg verabschieden und einen letzten Blick auf den Verstorbenen werfen. Den Angehörigen hilft es, wenn der Verstorbene aussieht wie zu Lebzeiten. So können sich die Hinterbliebenen angemessen verabschieden und es hilft ihnen bei der Trauerbewältigung.

 

Sargbeigaben
Sargbeigaben

Die thanatologischen Aufgaben des Bestatters

Bestatter richten den Körper des Verstorbenen optisch und hygienisch her, um ihn auf die Trauerfeier vorzubereiten. Nur bei einer Erdbestattung, bei welcher der Leichnam in einem Sarg begraben wird, ist diese Art der Versorgung notwendig. Verstorbene werden gereinigt und alle Körperöffnungen werden desinfiziert und mit Watte geschlossen. Die Augen werden dauerhaft geschlossen und die Haare werden gekämmt und zurechtgelegt. Außerdem wird der Mund der Verstorbenen zugenäht, damit er sich durch die Erschlaffung der Muskeln nicht öffnet. Es handelt sich hier jedoch um eine chirurgische Naht, die man von außen nicht sehen kann. Die Finger und Fußnägel werden geschnitten und der Körper wird eingecremt. Vor dem Ankleiden wird der Körper auch desinfiziert. Die Totenkleidung kann von den Angehörigen ausgewählt werden. Der Bestatter kleidet die Verstorbenen an und anschließend werden sie noch kosmetisch behandelt. Das Gesicht wird geschminkt und kleinere Flecken werden abgedeckt. Das Ziel dieser Behandlung ist es, dass die Verstorbenen gepflegt und ästhetisch aussehen. So können sich die Hinterbliebenen gebührend verabschieden und am offenen Sarg Abschied nehmen.

 

Die Aufgaben von Thanatologiepraktikern

Wenn die Verstorbenen bei einem Unfall oder einem Suizid ihr Leben lassen, dann ist meistens die Arbeit eines Thanatologiepraktikers notwendig. Es handelt sich um Experten oder Bestatter, die eine zusätzliche Ausbildung im Gebiet der Thanatopraxie absolviert haben. Durch einen unnatürlichen Tod ist der Körper der Verstorbenen oft beschädigt oder entstellt. Die Aufgabe dieses Experten ist es dann, den Körper optisch wiederherzustellen. Dies ist oftmals mit sehr aufwendigen Methodiken verbunden. Der Körper wird dann so bearbeitet, dass die Verletzungen nicht sichtbar sind. Mit der Hilft spezieller Wiederherstellungswerkzeuge, Kosmetik und der Rekonstruktion fehlender Körperteile gelingt es dem Thanatologen meistens, dem Verstorbenen ein ansprechendes Erscheinungsbild zu verleihen.

Modern Embalming

Eine weitere Aufgabe ist die moderne Einbalsamierung der Verstorbenen. Dabei ist das modern Embalming nicht mit der damaligen Mumifizierung im alten Ägypten gleichzusetzen. Damals wurden wichtige Pharaonen mumifiziert, um den Körper viele Jahre zu erhalten. Bei der modernen Einbalsamierung ist das Ziel, den Körper nur kurzfristig zu konservieren.

Der Thanatologieexperte nimmt die Einbalsamierung vor, um den Verwesungsprozess des Körpers zu verlangsamen. Wenn ein Mensch stirbt, so beginnen im Körper zeitnah Verwesungsprozesse. Je nach klimatischen Bedingungen geschieht die Verwesung unterschiedlich schnell. Mikroorganismen im Körper zersetzen die Organe und das Aussehen verändert sich. Dabei wird das Blut durch eine konservierende Lösung ersetzt, der die Verwesung hemmt. Durch die Einbalsamierung, wird dieser Prozess künstlich verlangsamt. So wird der Leichnam kurzzeitig konserviert. Man nutzt diese Einbalsamierung im Rahmen der offenen Aufbahrung oder falls der Körper aus dem Ausland transportiert werden muss.

Die Praxis ist in Deutschland eher untypisch, da das Modern Embalming bei einer Feuerbestattung nicht notwendig ist. Die Anzahl der Feuerbestattungen steigen und immer weniger Menschen wünschen sich eine Aufbahrung am offenen Sarg.

Die Totenmasken

Eine weitere Dienstleistung, die von Thanatologiepraktikern oder speziell geschulten Bestatter ausgeführt wird, ist die Erstellung von Totenmasken. Dazu wird der Gesichtsabdruck der Verstorbenen genommen und daraus ein Erinnerungsstück hergestellt. Mit einer Totenmaske kann das Aussehen der Verstorbenen sehr genau dargestellt werden. Sie hilft bei der Trauerbewältigung und ist ein sehr persönliches Erinnerungsstück. Das Gesicht kann haitisch angefasst werden und wirkt realer als nur ein Foto des Toten. Totenmasken können als dekorativer Zimmerschmuck verwendet werden oder auf einem Totenschrein platziert werden.

Die Totenmaske wird als Gipsabdruck angefertigt. Dazu fettet der Experte das Gesicht des Roten mit einer Creme ein. Anschließend trägt er mehrere Schichten Gibs auf, die dann aushärten. Die entstandene Hohlform wird dann wieder mit gibt aufgefüllt. Es können auch aus Bronze oder Kunststoff gefertigt werden. Totenmasken aus Gips kosten etwa 900 Euro, Masken aus Bronze bis zu 2.000 Euro.

 

kosmetische Behandlung nach dem Tod

 

Die Praktiken der Thanatologie beziehen sich auf eine Erdbestattung. Lesen Sie hier alles, was sie über die Erdbestattung wissen müssen:  Hier finden Sie alle Informationen zu dem Ablauf einer Erdbestattung, den Kosten und all Ihren anderen Fragen zu der Beisetzung.

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