Checkliste im Todesfall

Der Tod eines geliebten Menschen reißt nicht nur emotional eine Lücke in das Leben von Angehörigen und Freundeskreis. Es sind auch zahlreiche Dinge zu erledigen: Die Bestattung muss organisiert werden, Versicherungen müssen über den Todesfall informiert werden, zahlreiche Behördengänge und Anträge sind zu erledigen. Hier möchten wir Ihnen eine erste Orientierung über Aufgaben, Dokumente und Unterlagen, um die Sie sich nach einem Sterbefall kümmern müssen geben.

Was tun, wenn jemand stirbt? Mit dieser Frage sehen sich Angehörige im Trauerfall oft überfordert. Eine „Checkliste Todesfall“, die alle Schritte auflistet, sieht sehr lang aus. Gerade wenn Sie vor Trauer kaum einen klaren Gedanken fassen können, verschaffen Ihnen alle Aufgaben, die Sie abgeben, mehr Raum für die Bewältigung der Belastung. Neben der Hilfe von Verwandten, Familie, Freundinnen und Freunden ist die Unterstützung durch uns als Bestattungsunternehmen zentral, damit Sie den Überblick über Organisatorisches behalten. Denn zu allem Überfluss macht Ihr eigener Alltag keine Pause, wenn jemand stirbt.

Wir sind für Sie im Ernstfall Tag und Nacht erreichbar! Rufen Sie uns an!
Tel. 030 810 55 210

Wenn Sie vor der Frage „Todesfall — was tun?“ stehen, gibt unsere Checkliste für den Todesfall Ihnen einen roten Faden, was im Trauerfall zu tun ist.
Sie können sie ausdrucken und als Orientierung über die fälligen Aufgaben verwenden.

Was tun im Todesfall?

So individuell wie ein Mensch ist auch der Tod. Ein absehbarer Todesfall im Krankenhaus nach langer Krankheit ist zwar eine Belastung, gibt Ihnen jedoch etwas Gelegenheit, sich auf das Kommende vorzubereiten. Bei intensiver Pflege bleibt oft vor dem Eintritt des Trauerfalls keine Zeit, bereits Unterlagen zu ordnen oder sich einen Überblick über die Aufgaben zu verschaffen, die danach anstehen.

Plötzlicher Todesfall - was jetzt?

Anders sieht es aus, wenn der Todesfall durch einen Unfall oder einen plötzlichen gesundheitlichen Notfall eintritt. In diesem Fall stehen die Hinterbliebenen nicht nur vor einer Menge von Entscheidungen und Erledigungen, sondern auch einem emotionalen Schock. In der Regel müssen Sie ohne jegliche Vorbereitung auf einmal die Checkliste für den Todesfall abarbeiten. Wir als erfahrener Bestatter bzw. Bestatterin wollen Ihnen eine starke Schulter sein und Sie durch diese schwere Zeit begleiten. Dabei begleiten wir Sie vom ersten Anruf bis zur Beisetzung persönlich und geben Ihnen Raum und Zeit zu trauern.

Checkliste Todesfall: Die ersten Schritte

Ist der Tod zu Hause eingetreten, verständigen Sie unmittelbar einen Arzt in Berlin. (Tel. 116 177). Die ärztliche Todesbescheinigung gehört zu den ersten Dokumenten, die Sie benötigen. Ist Ihr*e Angehörige*r im Krankenhaus oder im Pflegeheim verstorben, kümmern sich diese um die Ausstellung des Totenscheins.

In den Stunden nach dem Todesfall, spätestens bis zu 36 Stunden danach, sollten Sie dann uns kontaktieren. Wir als Bestatter begleiten Sie bei allen weiteren Schritten — bei der Gestaltung einer würdigen Bestattung der verstorbenen Person ebenso wie bei Entscheidungen, die nach dem Tod von Angehörigen anstehen, und bei Formalitäten und Anträgen. Wir setzen uns mit Ihnen bei uns im Büro oder bei Ihnen zu Hause zusammen und besprechen in einem Erstgespräch alle Formalitäten.

Diese Dokumente benötigen wir unmittelbar

Für das Erstgespräch benötigen Sie die ärztliche Todesbescheinigung (den Totenschein) und einige persönliche Dokumente:

  • den Personalausweis der verstorbenen Person

  • für Ledige: die Geburtsurkunde

  • für Verheiratete: einen Auszug aus dem Familienbuch bzw. Stammbuch oder die Heiratsurkunde

  • für Geschiedene: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil

  • für Witwen bzw. Witwer: Heiratsurkunde und Sterbeurkunde von Ehe- oder Lebenspartner*in

Darum müssen Sie sich in den Tagen nach dem Tod kümmern

In den ersten Tagen nach dem Sterbefall sind folgende Schritte wichtig:

  • Falls die Todesursache ein Unfall war, informieren Sie binnen 48 Stunden die Unfallkasse. Sonst besteht die Gefahr, dass die Unfallkasse Leistungen ablehnt.

  • Versicherer, bei denen eine Lebensversicherung oder Sterbegeldversicherung besteht, sollten dies im Erstgespräch erwähnen und ggf. die Versicherungsunterlagen mitbringen

  • War der*die Verstorbene berufstätig, informieren Sie den Arbeitgeber. Bei manchen Unternehmen besteht ein Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung.

  • Wir als Bestatter beantragen für Sie die Sterbeurkunde, welche Sie für viele weitere Anträge benötigen. (z.B. Bankgeschäft, Nachlass, etc.)

  • Versicherungen, Abos, Verträge und Mitgliedschaften sollten so bald wie möglich gekündigt werden. Sollen sie auf einen anderen Namen weiter laufen, so sollten Sie dies ebenfalls so bald wie möglich angehen. Wir unterstützen Sie dahingehend und können für Sie viele Sachen kostenlos ab- und ummelden.

  • Falls Sie die Mietwohnung des*der Verstorbenen auflösen, denken Sie an eine fristgemäße Kündigung bis zum dritten Werktag des laufenden Monats.

  • Informieren Sie auch Ihren eigenen Arbeitgeber. Nach dem Tod Verwandter ersten Grades haben Sie in der Regel einen Anspruch auf Sonderurlaub, um die Beerdigung zu organisieren.

Das ist in den Wochen nach einem Todesfall zu tun

  • Sobald wir die Sterbeurkunden erhalten haben, beantragen wir für Sie die Vorschuss- und Hinterbliebenenrente

  • Innerhalb von sechs Wochen ist der Antrag auf einen Erbschein fällig. Die gleiche Frist gilt, wenn Sie das Erbe ausschlagen wollen (zum Beispiel bei hoher Verschuldung des*der Verstorbenen).

  • Das Testament wird in der Regel erst nach der Beisetzung eröffnet. Falls es noch nicht beim zuständigen Nachlassgericht hinterlegt ist, bringen Sie es am besten bald nach dem Todesfall dorthin und reichen es mit einer Sterbeurkunde im Original ein.

  • Binnen drei Monaten nach dem Sterbefall muss das Finanzamt über eine Erbschaft informiert werden.

  • Im Folgejahr nach dem Todesfall ist eine letzte Einkommenssteuererklärung für die Zeit bis zum Todestag fällig. Für diese Steuererklärung gelten die üblichen Fristen.

Checkliste für die Beerdigung

Um einen Abschied zu gestalten, wie ihn sich die*der Verstorbene gewünscht hätte, setzen wir uns mit Ihnen in unserem Büro zusammen und besprechen Ihre Wünsche. Natürlich besteht auch die Möglichkeit am Telefon schon einige Ihrer Fragen zu klären. Eine Checkliste für die Bestattung kann folgende Punkte umfassen:

  • Welche Wünsche hat die*der Verstorbene geäußert, zum Beispiel über Bestattungsarten oder Blumenschmuck?

  • Wo und wie soll sie*er bestattet werden? Dazu zählt die Wahl der Bestattungsart (z. B. Erdbestattung oder Feuerbestattung) und des Friedhofs. Auch die Auswahl von Sarg oder Urne gehört zur Gestaltung der Beisetzung.

  • Wo und wie soll die Trauerfeier stattfinden? Soll bestimmte Musik (z. B. ein Lieblingsstück des*der Verstorbenen) gespielt werden? Soll ein*e Trauerredner*in eine Rede halten? Welchen Blumenschmuck wünschen Sie sich bei der Beerdigung?

  • Sind Grabbeigaben gewünscht?

  • Soll es einen Kaffee oder Imbiss für die Trauergäste geben?

Über diese Entscheidungen und alle weiteren organisatorischen Angelegenheiten für die Bestattung beraten wir Sie im Erstgespräch.

Checkliste für Behördengänge

Von der Rückgabe des Personalausweises oder Reisepasses über den Antrag auf die Sterbeurkunde bis zur letzten Steuererklärung: Nach dem Tod eines Angehörigen oder einer Angehörigen fallen zahlreiche Verwaltungsakte und Formalitäten an.

Unsere Checkliste im Todesfall zu Behörden dient Ihnen als Überblick über amtliche Angelegenheiten, um die Sie als Angehörige sich kümmern müssen.

Checkliste für Versicherungen

Die Unterlagen des Verstorbenen bzw. der Verstorbenen sollten Sie nach dem Todesfall sorgfältig durchgehen, um sicher zu sein, dass jedes wichtige Dokument zur Kenntnis genommen wird. Welche Versicherer Sie wann informieren müssen, damit die Hinterbliebenen zu Ihrem Recht kommen, ist je nach Art der Versicherung unterschiedlich:

  • Unfallversicherung, Sterbegeldversicherung und Lebensversicherung informieren Sie am besten sofort, wenn Angehörige verstorben sind.

  • Die private Haftpflichtversicherung erlischt im Fall des Todes automatisch. Den Versicherer zeitig mit einer Kopie der Sterbeurkunde anzuschreiben, ist eine gute Idee, um unnötige Beitragszahlungen im Namen des*der Verstorbenen zu vermeiden.

  • Hausratversicherungen enden automatisch zwei Monate nach dem Datum des Todes, wenn die Wohnung der verstorbenen Person aufgelöst wird. Ansonsten geht die Versicherung auf die Person über, die weiter in der Wohnung wohnt.

  • Waren Hinterbliebene über den*die Verstorbene*n in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert, müssen sie sich eventuell nun um eine eigene Krankenversicherung bemühen.

  • Auf der „Checkliste Todesfall“ darf auch die Rentenversicherung nicht fehlen.

Für die Kündigung der Versicherungen benötigen Sie in der Regel die Sterbeurkunde, welche Sie von uns im Original erhalten.
Im Rahmen unseres Services können wir auch einige Abmeldungen bei denen Sie kein Geld erhalten, wie z.B. GEZ oder ein Abo mit einer Kopie der Sterbeurkunde kostenlos für Sie erledigen.

Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden

Vereinsmitgliedschaften enden zwar laut deutschem Vereinsrecht im Regelfall automatisch im Fall des Todes. Informieren Hinterbliebene den Verein jedoch zügig, vermeiden sie damit, dass Vereinsbeiträge weiter automatisch gezahlt werden. Sportsfreundinnen und Vereinskameraden haben zudem auf diese Weise die Gelegenheit, dem*der Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Rund um Haus und Wohnung Angehöriger

Nach dem Tod von Alleinstehenden stellt sich Hinterbliebenen die Frage, was mit der Wohnung des*der Verstorbenen geschehen soll. Der Mietvertrag endet nicht automatisch mit dem Tod. Er geht bei Verheirateten automatisch auf Ehe- oder Lebenspartner*in über, ansonsten auf die Erben. Auch im Todesfall gilt in der Regel die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Wenn die*der Vermieter*in die Wohnung nicht kündigt, besteht die Möglichkeit, dass die Erben sie weiter nutzen.

Wohnte die*der Verstorbene in einer Pflegeeinrichtung, endet der Vertrag in der Regel mit dem Todestag. Hier verständigen Sie sich am besten mit der Leitung, bis wann Sie das Zimmer räumen müssen.

Sorgen Sie für Haus und Wohnung

Falls der*die Verstorbene allein wohnte und Haustiere hatte, sollten Sie sicherstellen, dass Hund, Katze oder Meerschweinchen versorgt sind. Bis zur Auflösung der Wohnung sollten Sie nach dem Rechten sehen (oder sicherstellen, dass Nachbarn oder Freund\*innen diese Aufgabe für Sie übernehmen), etwa die Fenster schließen, Pflanzen bewässern, den Kühlschrank leeren und die Post aus dem Briefkasten abholen.

Freundeskreis benachrichtigen

Über all den Formalitäten, die zu erledigen sind, und den Behörden, Unternehmen und Versicherungen, die Sie bei einem Todesfall benachrichtigen müssen, sollten Sie auch die menschlichen Beziehungen der\*des Verstorbenen nicht vernachlässigen. Freund\*innen möchten ebenfalls Abschied nehmen. Sie können zudem wertvolle Hilfe bei der praktischen und emotionalen Bewältigung leisten.

Der digitale Nachlass

Für immer mehr jüngere Menschen findet ein Teil des Lebens im Internet statt. Social Media-Profile und Internetpräsenzen gehören zum sogenannten digitalen Nachlass. Haben Sie die Passwörter zu den Accounts, können Sie entscheiden, ob Sie die Konten schließen wollen oder ob jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis die Pflege für eine Weile übernimmt. Eine Social Media-Seite kann für Freund*innen und Bekannte als digitaler Ort der Erinnerung dienen.

Haben Sie keine Passwörter, können Sie die betreibenden Firmen mit einem Schreiben und einer Kopie der Sterbeurkunde zur Schließung der Konten Angehöriger auffordern.

Zeit zum Trauern finden

Ein Trauerfall versetzt die meisten Menschen in einen emotionalen Ausnahmezustand. Für manche ist die Organisation all der Dinge, die dann anfallen, eine willkommene Gelegenheit, die schwierigen Gefühle wegzudrücken. Je länger Sie jedoch die Trauer von sich schieben, desto schwieriger wird es, den Verlust später emotional zu verarbeiten.

Um die eigenen Gefühle zu verstehen haben wir in unserem Ratgeber
die verschiedenen Phasen der Trauer erklärt.

Inmitten der vielen praktischen Angelegenheiten ist es deshalb wichtig und hilfreich, dass Sie sich die Zeit zum Abschied nehmen. Unsere Bestattungs-Pakete enthalten standardmäßig Anträge bei Behörden und Versicherungen sowie die Abmeldung von Strom, Gas, Telefon und Abonnements. Das verschafft Ihnen wertvolle Zeit für die Bewältigung der Trauer. Zugleich können Sie sicher sein, dass Sie keine wichtigen Schritte vergessen.
Als kleines Familienunternehmen begleiten wir Sie vom ersten Anruf bis über die Beisetzung hinaus und sind dabei immer persönlich an Ihrer Seite.

Unser Service im Trauerfall

Mit unseren Beisetzungspaketen möchten wir Ihnen eine würdevolle Bestattung zum günstigen Preis möglich machen. Dabei sind bereits eine Schmuckurne und ein ein kleines Blumengesteck im Preis mit inbegriffen. Zusätzlich umfasst jedes Onlineangebot von uns die Regelung sämtlicher Formalitäten, wie z.B. die Anträge auf Vorschussrente und Hinterbliebenenrente, drei Sterbeurkunden oder die Abmeldung der Krankenkasse.
Im Sterbefall erreichen Sie uns jederzeit rund um die Uhr persönlich!